Energieberatung

Energieberatung: Sanierungsfahrplan und Heizungskonzept

Welche Maßnahmen lohnen sich für Ihr Haus, in welcher Reihenfolge, und welche Heizung passt in Zukunft? Mit unserem strategischen Partner Energie-Spezialisten erstellen wir den individuellen Sanierungsfahrplan und das Heizungskonzept für Ihr Mehrfamilienhaus, bereiten die Entscheidung in der Gemeinschaft vor und sichern die Förderung.

Foto: Herzi Pinki, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Warum jetzt

Gute Gründe, die Sanierung geordnet anzugehen

Werte erhalten

Ein energetisch modernisiertes Haus lässt sich besser vermieten und verkaufen. Der Energieausweis liegt bei jedem Verkauf und jeder Neuvermietung auf dem Tisch, und Käufer achten zunehmend darauf.

Kosten planbar machen

Steigende Energie- und CO₂-Kosten belasten das Hausgeld. Wer Maßnahmen in sinnvoller Reihenfolge plant, vermeidet Doppelarbeit und kann die Erhaltungsrücklage gezielt aufbauen.

Förderung nutzen

Bund und Landeshauptstadt München fördern Beratung und Umsetzung. Mit einem Sanierungsfahrplan fällt die Förderung für viele Maßnahmen höher aus.

Ablauf

So begleiten wir eine energetische Sanierung

  1. Bestand aufnehmen

    Zustand von Dach, Fassade, Fenstern und Haustechnik, Verbräuche der letzten Jahre und vorhandene Unterlagen.

  2. Sanierungsfahrplan erstellen

    Die Energie-Spezialisten entwickeln den individuellen Sanierungsfahrplan mit Maßnahmenpaketen, Kosten und Einsparungen.

  3. Beschluss vorbereiten

    Wir stellen die Ergebnisse in der Eigentümerversammlung vor, formulieren die Beschlussvorlagen und zeigen, wie Rücklage und Sonderumlage zusammenspielen.

  4. Förderung sichern

    Die Anträge werden gestellt, bevor Aufträge vergeben werden. So geht kein Zuschuss verloren.

  5. Umsetzen und kontrollieren

    Ausschreibung, Vergabe, Baubegleitung und Abnahme. Die Kosten behalten wir im Blick, die Gemeinschaft wird laufend informiert.

Individueller Sanierungsfahrplan

Der iSFP: ein Fahrplan für Ihr ganzes Haus

Der individuelle Sanierungsfahrplan ist eine vom Bund geförderte Energieberatung. Ein zertifizierter Energieberater nimmt das Gebäude vor Ort auf und zeigt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind, was sie kosten und welche Förderung möglich ist. Der Fahrplan verpflichtet zu nichts, macht aber jede spätere Entscheidung leichter und die Förderung höher.

Das steht im Fahrplan

  • Energetische Bestandsaufnahme des ganzen Gebäudes
  • Maßnahmenpakete in sinnvoller Reihenfolge, auf Wunsch über mehrere Jahre verteilt
  • Geschätzte Kosten und Einsparungen je Maßnahme
  • Überblick über passende Förderprogramme
  • Persönliche Vorstellung der Ergebnisse, in der Gemeinschaft auch in der Eigentümerversammlung

Besonderheiten in der Eigentümergemeinschaft

Der Fahrplan betrachtet das Gemeinschaftseigentum als Ganzes, mit allen Wohneinheiten und der gemeinsamen Haustechnik. Die Beauftragung beschließt die Gemeinschaft, dafür genügt in der Regel die einfache Mehrheit. Wir bereiten den Beschluss vor und sorgen dafür, dass die Ergebnisse in der Versammlung verständlich vorgestellt werden.

50 %der Beratungskosten übernimmt das BAFA im Rahmen der Energieberatung für Wohngebäude.
650 € / 850 €höchstens für Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. für Wohngebäude ab drei Wohneinheiten.
+250 €einmalig je Gemeinschaft, wenn die Ergebnisse in der Eigentümerversammlung erläutert werden.
+5 %iSFP-Bonus auf geförderte Einzelmaßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik, wenn sie im Fahrplan stehen.
60.000 €förderfähige Ausgaben für die erste Wohneinheit pro Jahr statt 30.000 €, für die 2. bis 6. je 30.000 € statt 15.000 €, ab der 7. je 15.000 € statt 8.000 €.
15 Jahrelang können Maßnahmen aus dem Fahrplan mit dem iSFP-Bonus gefördert werden.

Förderkonditionen nach den Angaben des BAFA, Stand Oktober 2026. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Förderrichtlinien.

So sieht ein Sanierungsfahrplan ausSchritt für Schritt vom heutigen Zustand zum Effizienzhaus. Jedes Paket baut auf dem vorherigen auf.
  1. HeuteIst-ZustandBestandsaufnahme durch den Energieberater
    Energiebedarf 100 %
  2. Paket 1DachDach oder oberste Geschossdecke dämmen
    Energiebedarf 86 %
  3. Paket 2FensterFenster und Haustür erneuern
    Energiebedarf 74 %
  4. Paket 3FassadeAußenwände dämmen
    Energiebedarf 56 %
  5. Paket 4KellerKellerdecke dämmen
    Energiebedarf 48 %
  6. Paket 5HeizungHeizung und Warmwasser auf erneuerbare Energie umstellen
    Energiebedarf 24 %
  7. ZielEffizienz­hausIhr Haus nach allen Maßnahmen
    Ziel erreicht
heutein einigen JahrenZiel

Beispielhafte Darstellung. Welche Pakete in welcher Reihenfolge sinnvoll sind, wie viel Energie sie einsparen und was sie kosten, ermittelt der Energieberater für Ihr Gebäude.

In fünf Schritten zum Sanierungsfahrplan

Ablauf des iSFP
  1. ErstgesprächGebäude, Ziele und Zeitrahmen klären, Angebot und Beauftragung
  2. FörderantragAntrag beim BAFA vor Beginn der Beratung
  3. Vor-Ort-TerminBegehung des Gebäudes, je nach Größe ein bis zwei Stunden
  4. AusarbeitungFahrplan mit Maßnahmen, Kosten und Förderung, in der Regel innerhalb weniger Wochen
  5. VorstellungErläuterung der Ergebnisse und Begleitung bei der Umsetzung
Heizungskonzept Mehrfamilienhaus

Die richtige Heizung für Ihr Haus, belastbar geplant

Wenn die zentrale Heizung in die Jahre kommt, braucht die Gemeinschaft eine verlässliche Grundlage für eine Entscheidung, die das Haus für 20 Jahre und länger prägt. Das Heizungskonzept zeigt, welches System technisch passt, wie groß es wirklich sein muss, was es über die Jahre kostet und welche Förderung möglich ist.

Was berechnet wird

  • Raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 statt Schätzung nach dem alten Kessel
  • Warmwasserbedarf des ganzen Hauses
  • Auswertung der tatsächlichen Verbräuche aus den letzten Abrechnungen
  • Prüfung vor Ort: Fernwärme, Grundwasser, Platz, Schallschutz und Leitungswege
Aus der Praxis

Alte Kessel sind oft deutlich zu groß ausgelegt. Bei einem Münchner Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1962 mit 30 Wohnungen ergab die raumweise Berechnung unseres Partners eine Auslegungsleistung von 65 kW. Installiert waren 130 kW.

Diese Systeme werden verglichen

Luft-Wasser-WärmepumpeFlexibel einsetzbar, Aufstellort und Schallschutz entscheiden
Erd- oder Grundwasser-WärmepumpeSehr effizient, wenn Bohrung oder Brunnen genehmigt werden
HybridanlageWärmepumpe für die Grundlast, Kessel für Spitzen
FernwärmeWenig Technik im Haus, abhängig vom Netzausbau
Pellets und BiomasseErneuerbar, braucht Lagerraum und Anlieferung
Gas-BrennwertErlaubt, aber mit steigendem Bioanteil ab 2029

Das Ergebnis

  • Bestandsaufnahme mit Fotodokumentation
  • Wärme- und Warmwasserbedarf
  • Technische Varianten und ihre Machbarkeit
  • Wirtschaftlichkeit über 20 Jahre: Investition, Betrieb und CO₂-Kosten
  • Fördermöglichkeiten und Handlungsempfehlung
  • Beschlussvorlage für die Eigentümerversammlung

Was das Gesetz verlangt

Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Es ersetzt das Gebäudeenergiegesetz. Die Vorgabe, dass neue Heizungen zu 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, ist entfallen. Eigentümer können zwischen Wärmepumpe, Fernwärme, Hybridanlage, Biomasse, Gas und Öl wählen. Neue Gas- und Ölheizungen müssen ab 2029 einen schrittweise steigenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe nutzen, ab 2045 vollständig klimaneutrale.

Gerade deshalb lohnt der Vergleich: Eine Gasheizung ist zwar erlaubt, die Brennstoffkosten können aber mit der Bio-Quote und dem CO₂-Preis steigen. Das Heizungskonzept rechnet das für Ihr Haus durch.

Stand Oktober 2026. Einzelheiten zur Bio-Quote legt der Gesetzgeber noch fest.

So entsteht das Heizungskonzept

Ablauf in meist sechs bis zehn Wochen
  1. ErstgesprächGebäude, Anlage und Ziele klären, Festpreis-Angebot
  2. Aufnahme vor OrtHeizraum, Leitungen und Gebäude, meist zwei bis vier Stunden
  3. BedarfsermittlungHeizlast, Warmwasser und Verbräuche
  4. VariantenvergleichTechnik, Kosten und Förderung je System
  5. Bericht und BeschlussEmpfehlung, Vorstellung in der Versammlung, Beschlussvorlage
Strategischer Partner

Gemeinsam mit den Energie-Spezialisten

Energieberatung und energetische Sanierung führen wir mit unserem strategischen Partner Energie-Spezialisten aus München durch. Das Team aus Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen erstellt Sanierungsfahrpläne und Heizungskonzepte, plant die Maßnahmen, kümmert sich um die Förderanträge und begleitet die Bauausführung.

Wir verbinden die Technik mit der Verwaltung: Wir bereiten die Beschlüsse vor, planen die Finanzierung über Rücklage und Sonderumlage, halten die Eigentümer auf dem Laufenden und steuern Termine und Abrechnung. So hat Ihre Gemeinschaft für das ganze Projekt einen Ansprechpartner bei uns.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Was ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)?

Eine vom Bund geförderte Energieberatung. Ein zertifizierter Energieberater nimmt das Gebäude auf und zeigt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind, was sie kosten und welche Förderung möglich ist.

Wie hoch ist die Förderung für den iSFP?

Das BAFA übernimmt 50 % der Beratungskosten, höchstens 650 € für Ein- und Zweifamilienhäuser und 850 € für Wohngebäude ab drei Wohneinheiten. Eine Gemeinschaft erhält einmalig 250 € zusätzlich, wenn die Ergebnisse in der Eigentümerversammlung erläutert werden.

Was bringt der iSFP-Bonus?

Für Einzelmaßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik, die im Fahrplan stehen, steigt der Fördersatz um 5 Prozentpunkte. Außerdem verdoppeln sich die förderfähigen Ausgaben pro Jahr, für die erste Wohneinheit von 30.000 € auf 60.000 €. Der Bonus gilt bis zu 15 Jahre nach Erstellung des Fahrplans.

Gilt der iSFP-Bonus auch für den Heizungstausch?

Nein. Der Heizungstausch wird über die KfW gefördert und hat eigene Boni. Der iSFP hilft trotzdem, weil er zeigt, welche Heizung nach Dämmung und Fenstertausch zum Haus passt.

Müssen wir alle Maßnahmen aus dem Fahrplan umsetzen?

Nein. Der Fahrplan ist eine Empfehlung. Die Gemeinschaft entscheidet über jede Maßnahme einzeln und kann sie über mehrere Jahre verteilen.

Dürfen wir noch eine Gasheizung einbauen?

Ja. Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz vom 29. Juli 2026 gibt es keine 65-%-Vorgabe mehr. Neue Gas- und Ölheizungen müssen aber ab 2029 einen schrittweise steigenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe nutzen. Das Heizungskonzept zeigt, was das über die Jahre für Ihr Haus bedeutet.

Wie lange dauert ein Heizungskonzept?

Meist sechs bis zehn Wochen vom Erstgespräch bis zum Bericht, je nach Größe des Hauses und Anlagentechnik. Wir planen es so, dass die Ergebnisse rechtzeitig zur Eigentümerversammlung vorliegen.

Was kostet ein Heizungskonzept?

Das richtet sich nach der Zahl der Wohnungen, der Zahl der Gebäude und der Anlagentechnik. Unser Partner nennt nach dem Erstgespräch einen Festpreis. Die Fachplanung kann gefördert werden, wenn eine geförderte Maßnahme folgt.

Ihr Haus energetisch fit machen?

Wir besprechen mit Ihnen, wie ein Sanierungsfahrplan für Ihre Gemeinschaft aussieht. Kostenlos und unverbindlich.

Johannes Gebhardt
Ihr AnsprechpartnerJohannes GebhardtDipl.-Kaufmann, Vertriebsleiterneustart@likka-immobilien.de
AnrufenNeustart anfragen