Hausverwaltung GröbenzellGemeinde · Landkreis Fürstenfeldbruck
Gröbenzell: Die Gartenstadt, die aus dem Moor kam
Wo einst Torfstecher arbeiteten, liegt heute eine der am dichtesten besiedelten Gemeinden Deutschlands. Grün ist sie trotzdem geblieben.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Gröbenzell ist jünger als viele seiner Bewohner glauben. Erst 1952 wurde die Gemeinde gegründet, zusammengesetzt aus Teilen von München, Puchheim, Olching und Geiselbullach. Davor lebten hier verstreute Moosbauern und Torfstecher, deren Arbeit das Ortsbild bis zum Zweiten Weltkrieg prägte. Das Heimat- und Torfmuseum erinnert daran. Heute nennt sich Gröbenzell Gartenstadt, hat gut 19.000 Einwohner und ist die größte Kommune im Landkreis ohne Stadtrecht. Die S3 bringt sie in etwa 20 Minuten in die Münchner Innenstadt.
Nord und Süd, verbunden über die Bahn
Offizielle Ortsteile gibt es keine. Die Bahnlinie zwischen München und Augsburg teilt das Gemeindegebiet in einen Nord- und einen Südteil. Als Wahrzeichen gilt die Kirche St. Johann Baptist von 1925. Die Russenbrücke von 1916 trägt Jugendstilschmuck, der Gröbenbach zieht sich durch den Ort. Regionalbusse ergänzen die S-Bahn, und A8 wie A99 sind schnell erreicht.
Das Leben spielt sich in Gröbenzell auf kurzen Wegen ab. Geschäfte, Schulen und Bahnhof liegen nah beieinander, viele Wege lassen sich mit dem Rad erledigen. Die Badeseen auf Olchinger Flur sind im Sommer beliebte Ziele.
Zwei oder vier Parteien bilden oft eine Eigentümergemeinschaft, ohne es richtig zu merken.
Einfamilienhaus, Reihenhaus, Gartenzaun
Nach 1952 wuchs Gröbenzell rasch. Viele Münchner zogen hierher und bauten Einfamilienhäuser auf großzügigen Grundstücken. In den 1960er und 1970er Jahren entstand die EIWO-Siedlung mit rund 250 Reihenhäusern. Mit der Zeit wurde nachverdichtet, und heute leben etwa 3.000 Menschen auf einem Quadratkilometer. Doppelhäuser, kleine Mehrparteienhäuser und Reihenhäuser mit geteiltem Grundstück sind typisch. Viele dieser Häuser haben inzwischen die zweite oder dritte Eigentümergeneration.
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Klein aufgeteilt, groß gedacht
Viele Gröbenzeller Häuser sind in wenige Einheiten aufgeteilt. Zwei oder vier Parteien bilden dann eine Eigentümergemeinschaft, oft ohne es richtig zu merken. Spätestens wenn Dach, Heizung oder Leitungen erneuert werden müssen, zeigt sich, wie wichtig eine klare Teilungserklärung und eine gemeinsame Rücklage sind. In den Reihenhauszeilen der 1960er und 1970er Jahre stehen Dämmung und Heizungswechsel an. Das LIKKA-Büro in Fürstenfeldbruck berät auch kleine Gemeinschaften, damit aus Nachbarschaft kein Streitfall wird.
