Hausverwaltung Markt IndersdorfMarkt · Landkreis Dachau
Markt Indersdorf: Klostermauern, Glonn und ein wachsendes Zentrum
Der größte Ort im Dachauer Hinterland hat drei Siedlungskerne und 59 Gemeindeteile. Entsprechend vielfältig ist der Bestand.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Die Glonn trennt zwei Ortskerne: auf der einen Seite Markt Indersdorf mit der Bartholomäuskirche, auf der anderen Indersdorf Kloster mit dem ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift. Im Südwesten bildet Karpfhofen mit Bahnhof und Gewerbegebiet den dritten Kern. Rund 35 Kilometer sind es bis München, die S2 hält im Ort. Mit 10.366 Einwohnern ist Markt Indersdorf der zentrale Ort im Norden des Landkreises, mit Gymnasium, Realschule, Fachoberschule und einer eigenen Klinik.
900 Jahre Klostergeschichte
Das Kloster der Augustiner-Chorherren wurde 1120 gegründet und war über Jahrhunderte wirtschaftlicher und geistiger Mittelpunkt der Gegend. Ein eigenes Museum im ehemaligen Stift erzählt diese Geschichte seit 2014. Am 23. April 1882 erhob König Ludwig II. den Ort zum Markt. Seit 1913 verbindet die frühere Lokalbahn Dachau mit Indersdorf und Altomünster, heute fährt hier die S2. Das Indersdorfer Volksfest ist im ganzen Landkreis bekannt, und der Ort rühmt sich des größten Faschingszugs Oberbayerns.
Seit der WEG-Reform können Eigentümer Maßnahmen zur Barrierereduzierung verlangen.
Marktkern, Dörfer und Neubaugebiete
Zum Markt gehören 59 Gemeindeteile, viele davon Dörfer und Weiler, die 1972 und 1978 eingemeindet wurden, darunter Glonn, Langenpettenbach und Niederroth. Dort prägen Bauernhäuser, umgebaute Hofstellen und Einfamilienhäuser das Bild. Im Hauptort mischen sich ältere Häuser mit Siedlungen, Reihenhäusern und Wohnanlagen. Seit 1988 ist die Einwohnerzahl um rund 40 Prozent gestiegen. Schulen bis zum Abitur, die Klinik und die S-Bahn machen den Markt für Familien ebenso interessant wie für ältere Menschen. Glasfaser bis ins Gebäude liegt im Ort bereits seit 2016.
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Barrierearm wohnen im Zentrum
Mit der Helios-Amper-Klinik, die auf Altersmedizin spezialisiert ist, und kurzen Wegen im Ortskern ist Markt Indersdorf auch für ältere Eigentümer ein Wohnort mit Perspektive. Das bringt in Eigentümergemeinschaften neue Fragen: ein Treppenlift, ein schwellenloser Zugang, ein nachgerüsteter Aufzug. Seit der Reform des Wohnungseigentumsrechts können Eigentümer Maßnahmen zur Barrierereduzierung verlangen. Klug ist, solche Wünsche mit ohnehin geplanten Arbeiten zu verbinden, etwa bei der Erneuerung von Eingang oder Treppenhaus. In älteren Häusern kommen Heizungstausch und Dämmung hinzu. Eine Erhaltungsplanung über mehrere Jahre zeigt, was wann ansteht und wie die Rücklage mitwachsen muss.
