Hausverwaltung ErdwegGemeinde · Landkreis Dachau
Erdweg: Wo drei Bäche in die Glonn münden
Eine junge Gemeinde aus alten Dörfern, mit romanischer Basilika und S-Bahn-Anschluss. Der Bestand ist ländlich und gewachsen.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Steindlbach, Waldbach und Zeitlbach münden in Erdweg in die Glonn. Über dem Tal steht auf dem Petersberg die Basilika St. Peter und Paul, um 1104 erbaut und eine der ältesten Kirchen der Diözese München und Freising. Für viele Gläubige im Dachauer Land ist sie ein spiritueller Mittelpunkt. Erdweg liegt etwa zehn Kilometer nordwestlich von Dachau und zählt 6.214 Einwohner. Als politische Gemeinde gibt es Erdweg erst seit 1972, seine Dörfer sind viel älter.
Eine Gemeinde aus fünf Dörfern
Am 1. Juli 1972 entstand Erdweg aus Eisenhofen, Großberghofen, Unterweikertshofen, Welshofen und Kleinberghofen, das aus dem Landkreis Aichach kam. Den Namen übernahm die neue Gemeinde von einem Weiler, der zuletzt zweitgrößter Ortsteil von Großberghofen war. Heute zählt sie 17 Gemeindeteile. Neben der Basilika liegt die Landvolkshochschule Petersberg, ein geistliches Bildungszentrum der Diözese. In Großberghofen gibt es das Huttermuseum, aus Unterweikertshofen stammte der bekannte Räuber Mathias Kneißl. Die S2 hält mindestens stündlich am Bahnhof Erdweg, zur A 8 bei Sulzemoos ist es nicht weit.
Aus Stall und Tenne können Wohnungen werden, aus einem Hof ein Mehrparteienhaus.
Dorfstruktur mit Zuzug
Erdweg wuchs zwischen 1988 und 2018 um rund 46 Prozent. Der Zuzug verteilt sich auf mehrere Dörfer mit eigenen Kernen aus Höfen und Kirchen. Die Hofmarktaverne, ein stattlicher Satteldachbau mit Schwalbenschwanzzinnen, zeigt, wie alt diese Strukturen sind. Am Rand der Dörfer entstanden Einfamilien- und Doppelhäuser, vereinzelt Reihenhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser. Eigentum bedeutet hier meist das eigene Haus, Wohnungseigentum findet sich vor allem in neueren kleinen Anlagen. Gefragt ist Erdweg bei Menschen, die ländlich wohnen und dennoch mit der Bahn nach Dachau und München fahren wollen.
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Hofstellen umnutzen, Häuser erneuern
Wo Landwirtschaft aufgegeben wird, stellt sich die Frage der Umnutzung: Aus Stall und Tenne können Wohnungen werden, aus einem Hof ein Mehrparteienhaus. Das verlangt eine sorgfältige Planung von Anfang an, von der Genehmigung bis zur Frage, ob später Wohnungseigentum gebildet werden soll. Bei bestehenden Häusern geht es häufig um die Heizung. Wo noch mit Öl geheizt wird, setzt das Gebäudeenergiegesetz einen Rahmen für den Austausch. Wärmepumpe, Pelletanlage oder ein Nahwärmeanschluss, wo vorhanden, haben jeweils eigene Voraussetzungen, die sich vorab gut prüfen lassen.
