Hausverwaltung FeldkirchenGemeinde · Landkreis München
Feldkirchen: Vom Pfarrdorf zur Vorstadtgemeinde an der Messe
Kaum eine Gemeinde im Landkreis ist seit 1988 stärker gewachsen. Die Wohnanlagen aus dieser Zeit kommen jetzt in ein Alter, das Planung verlangt.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

An der Grenze zu Heimstetten steht die Kapelle St. Emmeram, sie erinnert an den Tod des heiligen Bischofs an dieser Stelle im Jahr 652. An der östlichen Gemeindegrenze liegt der Heimstettener See, ein früherer Baggersee, heute Badesee und Naherholungsgebiet. Dazwischen liegen ein Pfarrdorf, ein S-Bahnhof und mehrere Gewerbegebiete. Feldkirchen grenzt an den Münchner Osten, wo auf dem früheren Flughafen Riem die Messestadt entstand. Direkt am Ort verlaufen die A 94 und die A 99. 7.720 Menschen leben in der Gemeinde, zwischen 1988 und 2018 hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt.
Eine der ersten evangelischen Gemeinden im Umland
Feldkirchen wird 853 erstmals urkundlich erwähnt, zusammen mit einer Kapelle für St. Emmeram. Der Name meint die Kirche auf dem Feld nahe der alten Salzstraße. 1833 gründeten zugezogene Pfälzer und Badener hier die erste evangelische Gemeinde im Münchner Umland, ihre neuromanische Kirche von 1837 trägt bis heute keinen Namen. 1871 kam der Bahnhof an der Strecke nach Neuötting, sein zweigeschossiger Backsteinbau steht noch. Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus wurde 1927 anstelle eines spätgotischen Vorgängers gebaut, Chor und Glockenturm blieben erhalten. Die Schließung des benachbarten Flughafens Riem 1992 brachte den Bewohnern spürbar mehr Lebensqualität.
Eine gut vorbereitete Versammlung legt dafür Zahlen und Varianten auf den Tisch, bevor abgestimmt wird.
Zuzug an der Neuen Messe
Zwischen 1988 und 2018 wuchs Feldkirchen um 123 Prozent, nur Unterföhring legte im Landkreis prozentual stärker zu. Aus dem Dorf wurde in dieser Zeit eine Vorstadtgemeinde. Das Wohngebiet am Dornacher Feld bildet inzwischen einen eigenen Stimmbezirk. Die Gewerbegebiete sind durch die Nähe zur Neuen Messe München gewachsen, Medizintechnik ist stark vertreten, dazu kommen Firmen wie Tesla, Intel und T-Systems. Die S2 fährt im 20-Minuten-Takt nach München, sieben Regionalbuslinien ergänzen das Netz. Kurze Wege zu Arbeitsplätzen und Stadt tragen die Nachfrage nach Wohnungen.
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Was Eigentümer in Feldkirchen beschäftigt
Mit dem Wachstum seit Ende der 1980er Jahre sind viele Wohnanlagen entstanden, die nun nacheinander in die Jahre kommen. Heizung, Dächer und Tiefgaragen brauchen dann Aufmerksamkeit, oft in dichter Folge. Seit 2009 verteilt ein gemeinsames Fernwärmenetz mit Aschheim und Kirchheim Erdwärme in die Gemeinden. Für Gemeinschaften ist das eine Option, die sie mit Blick auf das Gebäudeenergiegesetz früh prüfen sollten, bevor die eigene Anlage ausfällt. Eine gut vorbereitete Versammlung legt dafür Zahlen und Varianten auf den Tisch, bevor abgestimmt wird. Bei neueren Häusern läuft noch die Gewährleistung, Mängel sollten vor Fristende sauber aufgenommen sein. Wer vermietet, braucht zudem eine verlässliche Mietverwaltung mit klaren Abrechnungen.
