Hausverwaltung OberhachingGemeinde · Landkreis München
Oberhaching: Nagelfluh, Gleißental und zwei Bahnlinien
Aus dem Bauerndorf im Hachinger Tal wurde ein ruhiger Vorort mit starker Anbindung. Das prägt den Bestand und die Aufgaben seiner Eigentümer.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Am 26. Dezember ziehen Reiter durch Oberhaching, der Stephaniritt ist seit 1978 wieder fester Teil des Jahres. Vom Kyberg, auf dem heute das Rathaus steht, reicht der Blick weit in die Ebene. Darunter öffnet sich das Gleißental, eine eiszeitliche Rinne im harten Nagelfluh, in der einst die Isar floss. Aus demselben Gestein entstanden im Mittelalter die Fundamente der Münchner Frauenkirche. Heute leben 13.231 Menschen in der Gemeinde südlich von München. Oberhaching, Deisenhofen und Furth sind längst zu einer geschlossenen Siedlung zusammengewachsen.
Von Hacho bis zur Eisenbahn
Der Name geht auf eine bajuwarische Siedlung zurück, gegründet vom Fürsten Hacho. Keltenschanzen im Gemeindegebiet zeigen, dass hier schon viel früher Menschen lebten. Die erste Erwähnung von Haching stammt aus dem Jahr 806, der Name Oberhaching taucht 1140 auf. Seit 1856 fährt die Bahn von München über die Großhesseloher Brücke nach Deisenhofen, 1898 kam die Strecke durch das Hachinger Tal hinzu. Damit war der Weg vom Bauerndorf zum Vorort vorgezeichnet. Das Nebengebäude der Grundschule von 1872 gilt als ältestes noch genutztes Schulhaus im Münchner Raum. 1978 kam Oberbiberg im Zuge der Gebietsreform dazu.
Jede Schicht hat ihren eigenen Sanierungstakt.
Gewachsen, aber nicht verdichtet
Nach dem Krieg herrschte durch den Zuzug von Heimatvertriebenen große Wohnungsnot. Die Gemeinde kaufte Grund und gab ihn an ortsansässige Bauwerber weiter, zugleich entstanden gemeindeeigene Wohnungen für junge Familien. Ende der 1960er Jahre diskutierte Pläne, Siedlungsdichte und Einwohnerzahl stark zu erhöhen, setzten sich nicht durch. Trotzdem wuchs Oberhaching zwischen 1988 und 2018 um 53,5 Prozent. Die S3 hält in Deisenhofen und Furth, dazu kommen eine eigene Anschlussstelle an der A 995 und zwei Linien des ExpressBus-Rings. Diese Verbindung aus dörflicher Ruhe und kurzer Anbindung macht den Ort als Wohnort gefragt.
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Was Eigentümer in Oberhaching beschäftigt
Der Bestand erzählt die Ortsgeschichte in Schichten: Häuser der Nachkriegsjahre, Wohnanlagen aus den Jahrzehnten des Wachstums und neuere Gebäude am Rand der geschlossenen Siedlung. Jede Schicht hat ihren eigenen Sanierungstakt. Bei Häusern der 1950er und 1960er Jahre stehen Dämmung, Fenster und Leitungen im Vordergrund. In Anlagen aus den 1980er und 1990er Jahren sind es oft Heizung, Dach und Tiefgarage, dazu die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes. Gute Beratung denkt diese Schritte über mehrere Jahre voraus und stimmt die Rücklage darauf ab.
Wo Häuser seit Jahrzehnten in Familienhand sind, steht irgendwann ein Generationenwechsel an. Dann braucht es eine belastbare Wertermittlung und eine klare Entscheidung, ob verkauft, vermietet oder übergeben wird. Wer vermietet, profitiert von einer Mietverwaltung, die Abrechnungen, Instandhaltung und Mieterwechsel zuverlässig begleitet. In der Eigentümerversammlung zahlt sich Vorbereitung aus: klare Unterlagen, mehrere Kostenschätzungen und ein Zeitplan, über den sich abstimmen lässt.
