Hausverwaltung UnterschleißheimStadt · Landkreis München
Unterschleißheim: Die größte Kommune im Landkreis heizt mit Erdwärme
Aus einem Kirchdorf an der Bahn wurde die bevölkerungsreichste Stadt im Landkreis München. Ihr Wärmenetz stellt Eigentümer vor andere Fragen als anderswo.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Aus rund 2.000 Metern Tiefe kommt in Unterschleißheim 79 Grad heißes Wasser nach oben, gefördert neben dem Hallenbad im früheren Valentinspark. Über ein rund 21 Kilometer langes Fernwärmenetz erreicht die Wärme heute 31 Prozent der Haushalte. Die Stadt liegt etwa 17 Kilometer nördlich von München, zwischen Isar und Amper. Mit 28.193 Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Kommune im Landkreis. 1831 war sie noch ein Kirchdorf mit 34 Häusern. Den Wandel brachte vor allem die Bahn.
Vom Kirchdorf zur Stadt mit zwei Bahnhöfen
Die urkundliche Ersterwähnung stammt aus der Zeit um 785, damals als Sliuuesheim. Seit 1858 hält die Bahn in Lohhof, 1929 entstand dort auf Grundstücken des Lochmannhofes ein neues Siedlungsgebiet. 1977 kam mit der S-Bahn-Station Unterschleißheim ein zweiter Bahnhof hinzu. Am 16. Dezember 2000 wurde die Gemeinde zur Stadt erhoben. Ältestes Bauwerk im Ortsbild ist die Alte Kirche St. Ulrich von 1518, nördlich davon steht der denkmalgeschützte Gasthof Alter Wirt. Seit 2015 verbindet eine Bahnunterführung Lohhof mit Altunterschleißheim und dem Gewerbegebiet.
Die Frage gehört in eine Versammlung, bevor der Kessel ausfällt, nicht danach.
Siedlungshäuser, Wohnanlagen und ein starker Gewerbestandort
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde vor allem in Lohhof so viel gebaut, dass eine größere Kirche nötig wurde. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl rasant, 1996 überschritt sie erstmals die Marke von 25.000. Zum Bestand gehören deshalb Siedlungshäuser der Nachkriegszeit ebenso wie Wohnanlagen aus den Wachstumsjahrzehnten. Die Nachfrage stützt sich auf einen breiten Gewerbestandort, an dem unter anderem BMW, Linde und die Baader Bank vertreten sind. Mit der S1 sind Lohhof und Unterschleißheim direkt an München und den Flughafen angebunden. Dazu kommen zwei Expressbuslinien und die Autobahnen A 92 und A 99.
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Was Eigentümer in Unterschleißheim beschäftigt
Die Geothermie verändert die Heizungsfrage. Wer an der Fernwärme hängt, plant anders als eine Anlage mit einem alten Gaskessel im Keller. Für Gemeinschaften ohne Anschluss lohnt es sich, diese Option früh in die Planung zum Gebäudeenergiegesetz aufzunehmen. Dafür braucht es belastbare Informationen zu Leitungsverlauf und Anschlussbedingungen. Die Frage gehört in eine Versammlung, bevor der Kessel ausfällt, nicht danach.
Die Wohnanlagen aus den Wachstumsjahrzehnten erreichen zugleich den Punkt, an dem Fassade, Fenster und Tiefgarage anstehen. Ein mehrjähriger Erhaltungsplan ordnet diese Arbeiten und zeigt, ob die Rücklage trägt. Für vermietete Wohnungen zählen verlässliche Abrechnungen und eine schnelle Reaktion bei Mängeln. Gute Beratung denkt diese Schritte voraus, bevor Beschlüsse unter Zeitdruck fallen.
