Hausverwaltung TaufkirchenGemeinde · Landkreis München
Taufkirchen: Das Bauerndorf, das in den 1970ern zur Vorstadt wurde
Große Wohnblocks haben das Bild der Gemeinde im Hachinger Tal verändert. Heute stehen viele dieser Anlagen vor ihrer nächsten Sanierungsrunde.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Bei Ausgrabungen südlich des Sport- und Freizeitparks kamen 1994 Funde aus der Jungsteinzeit bis zur Römerzeit zutage. Sie gehören zu den ältesten in Südbayern. Im Jahr 1900 hatte Taufkirchen 623 Einwohner, 1961 waren es erst 1.601. Dann begann 1968 der Bau der Siedlung Am Wald. Heute zählt die Gemeinde 18.130 Einwohner. Taufkirchen gilt als bekanntes Beispiel einer ländlichen Gemeinde, deren Bild sich in den 1970er Jahren durch große Wohnblocks und Wohnhochhäuser verändert hat.
Die Taufkircher, der Hachinger Bach und eine Hofmark
Der früheste Beleg Tovkirchen stammt aus der Zeit zwischen 1148 und 1156. Über Jahrhunderte bestimmte das Geschlecht der Taufkircher das Geschehen, an Hilprant Taufkircher erinnern eine Straße und der Ritter-Hilprand-Hof. Ab 1544 war der Ort eine Hofmark, deren Gemarkung um Winning, Potzham, Pötting und weitere Orte wuchs. 1898 folgte der Anschluss an die Bahnstrecke nach Deisenhofen. Durch den Ort fließt der Hachinger Bach, der in der Schotterebene versickert. Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer gilt bis heute als markantes Wahrzeichen.
Solche Vorhaben gelingen nur mit einem Plan, der über mehrere Wirtschaftsjahre reicht und die Rücklage darauf abstimmt.
Am Wald und Heimgarten: Wohnraum für 12.000 Menschen
Als Antwort auf die große Wohnungsnot entstand ab 1968 westlich der Bahnlinie der 100 Hektar große Gemeindeteil Am Wald. Zusammen mit dem Heimgarten bot er Zuzugsmöglichkeiten für 12.000 neue Bürger. Rathaus, Realschule und eine zweite katholische Pfarrei folgten in den 1970er Jahren. Später setzte die Initiative Lebenswertes Taufkirchen per Bürgerentscheid durch, dass die Kegelfelder unbebaut blieben. Das Einkaufszentrum Am Lindenring wird seit 2017 mit größeren Läden und neuen Wohnungen erneuert. Mehr als 1.000 Unternehmen, darunter Hensoldt, und der Ludwig Bölkow Campus sichern Arbeitsplätze vor Ort.
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Was Eigentümer in Taufkirchen beschäftigt
Die Wohnanlagen aus den späten 1960er und 1970er Jahren sind über fünfzig Jahre alt. In großen Gemeinschaften mit Hochhäusern stehen Betonsanierung, Aufzüge, Leitungsstränge und Fenster auf der Liste. Solche Vorhaben gelingen nur mit einem Plan, der über mehrere Wirtschaftsjahre reicht und die Rücklage darauf abstimmt. Die Versammlung entscheidet besser, wenn Varianten, Reihenfolge und Folgen vorab sauber aufbereitet sind.
Beim Heizen lohnt ein Blick auf die örtlichen Strukturen: Taufkirchen hat ein Fernwärmekraftwerk, zur Energieversorgung trägt unter anderem die BioEnergie Taufkirchen bei. Für die Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes ist das eine Option, die geprüft werden sollte. Bei den neuen Wohnungen am Lindenring geht es dagegen um Abnahme und Gewährleistung. Mängel sollten dokumentiert sein, bevor die Fristen ablaufen.
