Hausverwaltung HaarStadt · Landkreis München
Haar: Jugendstil, Jagdfeld und eine junge Stadt
Seit Januar 2025 ist Haar Stadt. Ihr Bestand reicht von Jugendstilbauten bis zu den Hochhäusern der 1970er Jahre.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Am 28. Januar 2025 überreichte der bayerische Innenminister beim Neujahrsempfang die Urkunde. Haar ist seitdem Stadt, die dritte im Landkreis München. Im Westen grenzt sie direkt an Trudering-Riem, und alle Ortsteile gehören zur MVV-Zone M. Heute leben 22.934 Menschen in Haar. Noch 1872 zählte die damalige Gemeinde Salmdorf 43 Häuser mit 334 Einwohnern. Den Aufschwung brachten die Bahn und eine große Klinik.
Vom Gut Harde zur Klinikgemeinde
Haar wird 1073 erstmals als Gut Harde erwähnt, der Name beschreibt leicht bewachsenes Waldland. 1818 entstand die Gemeinde Salmdorf, die erst 1924 den Namen Haar erhielt. Mit dem Bahnhof an der Strecke nach Rosenheim ab 1871 und der Klinik ab 1905 wuchs der Ort zügig. Das heutige Isar-Amper-Klinikum München-Ost ist bis heute der größte Arbeitgeber. Sein Gelände ist eine parkähnliche Anlage mit Jugendstilgebäuden, in einem davon spielt das Kleine Theater. Weil der Wohnungsbau vergleichsweise gebremst verlief, blieb ein Ortsbild mit zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden erhalten.
Ein belastbarer Erhaltungsplan macht diese Wege kürzer.
Siedlungen der Nachkriegszeit und das Jagdfeld
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Haar durch neue Siedlungen deutlich, von 13.000 Einwohnern 1972 auf 19.500 im Jahr 1977. In diese Zeit fällt das Jagdfeldzentrum der Neuen Heimat mit Hochhäusern, Läden, einem künstlichen See und einem Park. Das Jagdfeld ist bis heute das am dichtesten besiedelte Wohngebiet der Stadt. 2007 kamen dort ein Büroturm und eine Wohnanlage mit rund 80 Einheiten hinzu. Für das frühere Klinikgelände Haar II liegt ein Konzept zur Wohn- und Gewerbenutzung mit Nachverdichtung vor. Gronsdorf, Salmdorf und Ottendichl sind amtlich als Kirch- und Pfarrdörfer verzeichnet.
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Was Eigentümer in Haar beschäftigt
Die Hochhäuser der 1970er Jahre stellen andere Fragen als ein Haus in Gronsdorf. In großen Anlagen geht es um Aufzüge, Brandschutz, Fassaden und zentrale Heiztechnik, oft mit vielen Beteiligten und langen Entscheidungswegen. Ein belastbarer Erhaltungsplan macht diese Wege kürzer. Er zeigt, was dringend ist, was warten kann und wie sich die Rücklage entwickeln muss.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden kommt die Abstimmung mit den Behörden hinzu, bevor Fenster oder Dach erneuert werden. Die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes lassen sich dort nur mit genauem Blick auf den Bestand sinnvoll umsetzen. Wer vermietet, braucht zusätzlich eine Mietverwaltung, die Abrechnung und Instandhaltung zusammen denkt. Gute Beratung klärt solche Fragen, bevor sie die Tagesordnung einer schwierigen Versammlung bestimmen.
