Hausverwaltung München-Altstadt-LehelStadtbezirk 1 · Landeshauptstadt München
Zwischen Frauenkirche und Eisbach: Wohnen im ältesten München
Altstadt und Lehel bilden den ersten Stadtbezirk. Hier teilen sich Wohnungen, Geschäfte und Baudenkmäler oft ein und dasselbe Haus.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Morgens liefern die Händler am Viktualienmarkt, mittags drängen sich Besucher unter den Türmen der Frauenkirche, abends wird es in den Seitengassen des Kreuzviertels still. Nur wenige Schritte weiter östlich beginnt das Lehel mit seinen Mietshäusern aus der Zeit des Historismus und dem Englischen Garten vor der Tür. Rund 20.600 Menschen wohnen im Stadtbezirk Altstadt-Lehel. Wer hier Eigentum besitzt, hält ein Stück Münchner Geschichte, oft mit Auflagen, die man kennen muss.
Mittelalterlicher Grundriss, älteste Vorstadt
Die Altstadt gliedert sich bis heute in ihre historischen Viertel: Graggenauer Viertel, Angerviertel, Hackenviertel und Kreuzviertel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie wiederaufgebaut und behielt dabei weitgehend ihre mittelalterlichen Straßenverläufe. Seit 1972 hält die Fußgängerzone den Durchgangsverkehr fern. Am Marienplatz und am Odeonsplatz kreuzen sich U-Bahn-Linien, die S-Bahn fährt auf der Stammstrecke unter der Altstadt hindurch.
Das Lehel gilt als älteste Vorstadt Münchens. Einst wohnten hier Arme vor den Stadtmauern in den Auwäldern der Isar. Mit Maximilianstraße und Prinzregentenstraße kamen im 19. Jahrhundert Mietshäuser und Verwaltungsbauten. Weil das Lehel im Krieg vergleichsweise wenig zerstört wurde, ist dieser Bestand in großen Teilen erhalten.
Im Lehel ist der Bestand aus der Gründerzeit in großen Teilen erhalten, weil der Krieg hier vergleichsweise wenig zerstört hat.
Wenig Wohnraum, viel Substanz
In der Altstadt ist Wohnen die Ausnahme zwischen Handel, Gastronomie und Büros. Typisch sind Wohnungen in den Obergeschossen von Geschäftshäusern, häufig in Gemeinschaften mit Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Im Lehel prägen Gründerzeit und Historismus das Bild, mit hohen Räumen, Stuck und Innenhöfen. Viele Häuser sind aufgeteilt, einige gehören noch einem einzigen Eigentümer. Die Nachfrage speist sich aus der Nähe zu Museen, Isar und Englischem Garten.
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Denkmal, Laden, Wohnung: alles unter einem Dach
Der Bezirk verzeichnet eine lange Liste von Baudenkmälern. Wer ein Fenster tauschen, eine Fassade streichen oder den Dachstuhl erneuern will, braucht die Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Das kostet Zeit und muss in der Erhaltungsplanung berücksichtigt werden. Gute Fotodokumentation und frühe Gespräche mit der Behörde sparen später Wochen. In gemischt genutzten Häusern kommen Fragen zur Kostenverteilung hinzu: Wer trägt welchen Anteil, wenn der Aufzug erneuert wird, den vor allem die Wohnungen nutzen?
Solche Fragen lassen sich regeln, wenn sie früh auf den Tisch kommen. Eine gut begründete Rücklage und ein mehrjähriger Maßnahmenplan geben der Gemeinschaft Sicherheit, auch wenn eine Genehmigung länger dauert als erhofft.
