Hausverwaltung München-SchwanthalerhöheStadtbezirk 8 · Landeshauptstadt München
Westend und Theresienhöhe: Arbeiterviertel mit neuem Selbstbewusstsein
Die Schwanthalerhöhe liegt westlich der Theresienwiese und ist kompakt und dicht bebaut. Fast die Hälfte der Häuser stammt aus der Zeit vor 1919.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Im Westend braut Augustiner sein Bier, mitten zwischen den Wohnstraßen. Über die Hackerbrücke rollen S-Bahnen, oben auf der Theresienhöhe stehen die Hallen des Verkehrszentrums des Deutschen Museums, daneben liegt der Bavariapark. Die Schwanthalerhöhe ist mit rund 29.500 Einwohnern auf gut zwei Quadratkilometern kompakt und dicht. Hier mischen sich enge Gründerzeitstraßen mit dem neuen Quartier auf der Theresienhöhe. Seit 2025 erprobt der Bezirk Superblocks für mehr Platz im Straßenraum.
Benannt nach einem Bildhauer, gebaut für Arbeiter
Der Bezirk trägt den Namen des Bildhauers Ludwig von Schwanthaler. Ab 1840 entstand hier ein Arbeiterviertel der Industrialisierung, mit dicht bebauten Mietshäusern. Zum Bezirk gehören das innenstadtnahe Viertel Theresienhöhe und das Westend. Kirchen wie St. Benedikt, St. Rupert und die Auferstehungskirche setzen Akzente, das Hauptzollamt mit seiner Glaskuppel ist ein markanter Bau.
Zwei U-Bahn-Linien, die S-Bahn und der Mittlere Ring erschließen das Viertel. Neben Bavariapark und Theresienwiese kam 2010 der Quartiersplatz Theresienhöhe hinzu.
Knapp die Hälfte des Baubestands stammt aus der Zeit vor 1919.
Enge Straßen, alte Häuser, neues Quartier
Knapp die Hälfte des Baubestands stammt aus der Zeit vor 1919. Das Westend besteht vor allem aus Mietshäusern mit Hinterhöfen, oft mit kleinen Wohnungen und Gewerbe im Erdgeschoss. Viele dieser Häuser sind in Wohnungseigentum aufgeteilt. Auf der Theresienhöhe entstand ein neueres Quartier mit Wohnanlagen jüngeren Baujahrs. Diese Mischung zieht Menschen an, die zentral wohnen und die Wiesn, den Hauptbahnhof und die Innenstadt schnell erreichen wollen.
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Enge Grundstücke, große Aufgaben
In den Altbauten des Westends sind die Grundstücke eng und die Höfe klein. Das macht Baustellen aufwendig: Gerüste, Lagerflächen und Zufahrten müssen früh organisiert werden. Häufig stehen Dachsanierungen, der Austausch alter Strangleitungen und die Frage nach einer zentralen Heizung anstelle von Etagenheizungen an. In den jüngeren Anlagen auf der Theresienhöhe geht es eher um Tiefgaragen, Fassaden und die Wartung der Haustechnik.
Für beide Bestände lohnt ein Erhaltungsplan, der Maßnahmen bündelt. So kann eine Gemeinschaft die Rücklage gezielt aufbauen und Baustellen in engen Straßen seltener, dafür gründlich angehen. Die Superblocks können die Baustellenlogistik zusätzlich verändern, das gehört früh in die Planung.
