Hausverwaltung München-Schwabing-WestStadtbezirk 4 · Landeshauptstadt München
Rund um den Elisabethplatz: Jugendstil-Schwabing mit einheitlichem Gesicht
Schwabing-West gehört zu den wenigen Münchner Bezirken mit geschlossenem Stadtbild. Die Häuser um Kurfürstenplatz und Hohenzollernplatz entstanden fast alle um 1900.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Wer vom Elisabethplatz zum Kurfürstenplatz spaziert, sieht Fassade an Fassade aus der Zeit um 1900: Erker, Jugendstilornamente, hohe Fenster. Am Elisabethplatz trifft sich das Viertel, im Luitpoldpark gehen die Nachbarn mit dem Hund. Schwabing-West gilt als einer der wenigen Münchner Stadtbezirke mit einheitlichem Erscheinungsbild. Knapp 70.000 Menschen wohnen hier. Die Häuser sind gut 120 Jahre alt und wurden zum Teil nach dem Krieg wieder aufgebaut. Das bringt eigene Aufgaben mit sich.
Ein Viertel der Plätze
Schwabing wurde 782 als Suuapinga erstmals erwähnt und 1890 nach München eingemeindet. Die westlichen Erweiterungsgebiete wurden 1909 zu einem eigenen Bezirk. Um 1900 entstanden die Wohnviertel um zentrale Plätze: Kurfürstenplatz, Hohenzollernplatz, Elisabethplatz und Scheidplatz. Mit der Neuordnung von 1996 kamen Teile des früheren Oberwiesenfelds hinzu.
Die U2 und die U3 halten unter anderem am Hohenzollernplatz und am Scheidplatz, die Tramlinien 12 und 27 ergänzen das Netz. Der Luitpoldpark von 1912 und der Petuelpark bieten Grün, die Schauburg Theater.
Stuck und Erker vertragen keine dicke Außendämmung.
Jugendstil und Wiederaufbau im Wechsel
Der Bestand stammt überwiegend aus der Stadterweiterung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach Kriegsschäden wurden Lücken zwischen den 1950er und 1970er Jahren geschlossen, oft mit schlichteren Fassaden. Seit etwa 1985 werden die älteren Gebäude systematisch saniert. Die meisten Häuser sind in Wohnungseigentum aufgeteilt, Selbstnutzer und Vermieter leben Tür an Tür. Gefragt ist das Viertel wegen seiner Plätze, Läden und kurzen Wege in die Innenstadt. Klinikum Schwabing und Max-Planck-Institut für Psychiatrie liegen in der Nachbarschaft.
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Sanieren, ohne den Charakter zu verlieren
Wer eine Jugendstilfassade dämmen möchte, stößt schnell an Grenzen. Stuck und Erker vertragen keine dicke Außendämmung, oft bleiben Dach, oberste Geschossdecke, Kellerdecke und Fenster als wirksame Hebel. In Häusern, die schon in den 1980er oder 1990er Jahren saniert wurden, laufen Bauteile aus dieser Runde nun aus: Dachabdichtungen, Heizkessel, Leitungen.
Wir helfen Gemeinschaften, diese zweite Sanierungswelle geordnet anzugehen, damit aus vielen Einzelthemen ein nachvollziehbarer Plan wird.
