Hausverwaltung München-Obergiesing-FasangartenStadtbezirk 17 · Landeshauptstadt München
Obergiesing: Heilig-Kreuz, Tegernseer Landstraße und viel Wiederaufbau
Giesing ist Arbeiterviertel, Fußballheimat und Brauereistandort. Der Bestand stammt größtenteils aus der Zeit nach 1948.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Der neugotische Turm von Heilig-Kreuz überragt Obergiesing seit 1886. Unter ihm verläuft die Tegernseer Landstraße, die Lebensader des Viertels mit Läden, Wirtshäusern und dem markanten Postamt von Robert Vorhoelzer. Franz Beckenbauer wuchs hier auf, und seit 2014 braut der Giesinger Bräu wieder Bier im Viertel. Obergiesing wirkt bodenständig und selbstbewusst zugleich. Rund drei Viertel der Wohnungen entstanden nach 1948. Das bestimmt, welche Fragen Eigentümer heute beschäftigen.
Vom Historismus zum Wiederaufbau
Der Bezirk entstand 1936 durch die Teilung Giesings. Um 1890 bis 1910 wuchsen die ersten großen Wohnhäuser im Stil des Historismus. Zwischen den Weltkriegen prägten gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften das Viertel, am Perlacher Forst entstand eine Kleinsiedlung. Fasangarten kam 1937 zu München. Nach dem Krieg wurde zwischen 1950 und 1965 in großem Umfang neu gebaut.
Knotenpunkt ist der Giesinger Bahnhof mit S3 und S5. Die U2 hält an Silberhornstraße und Untersbergstraße, die Trams 18 und 25 ergänzen das Netz. Grün bieten der Weißenseepark und die großen Friedhöfe.
Rund drei Viertel der Wohnungen entstanden nach 1948. Das bestimmt, welche Fragen Eigentümer heute beschäftigen.
Ein Viertel mit vielen Maßstäben
Obergiesing ist baulich heterogen. Neben Altbauten der Gründerzeit stehen Blockrandbebauungen der Zwischenkriegszeit, aufgelockerte Geschosswohnbauten der Nachkriegsjahre sowie Einfamilienhäuser und Kleinsiedlungen. Im Fasangarten und in der Siedlung am Perlacher Forst ist es ruhiger und kleinteiliger.
Viele Häuser wurden in Wohnungseigentum aufgeteilt, oft mit einer Mischung aus Selbstnutzern und Vermietern. Die Nähe zur Innenstadt und die gute S-Bahn-Anbindung machen das Viertel bei Mietern beliebt.
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Was Eigentümer in Obergiesing beschäftigt
Die Wiederaufbauhäuser der 1950er und 1960er Jahre sind in einem Alter, in dem Leitungen, Elektrik und Bäder erneuert werden müssen. Dazu kommen dünne Außenwände, einfache Dächer und alte Heizungen. Wer hier die Schritte über mehrere Jahre plant, kann Dämmung, Fenster und Heizungstausch sinnvoll aufeinander abstimmen und die Rücklage gezielt aufbauen. In den Gründerzeithäusern stehen dagegen Denkmalfragen und Holzbalkendecken im Vordergrund.
In der Siedlung am Perlacher Forst und im Fasangarten sind die Gemeinschaften klein. Oft teilen sich zwei bis vier Parteien ein Haus mit Garten. Dort entscheiden wenige Stimmen, und jede Maßnahme trifft alle unmittelbar. Klare Regeln zur Kostenverteilung und ein gemeinsamer Blick auf die nächsten zehn Jahre verhindern Konflikte. Für vermietete Wohnungen an der Tegernseer Landstraße zählt eine zuverlässige Betreuung von Mietern und Abrechnungen.
