Hausverwaltung München-MaxvorstadtStadtbezirk 3 · Landeshauptstadt München
Königsplatz, Uni, Hinterhof: Die Maxvorstadt zwischen Klassizismus und Wiederaufbau
Münchens erste planmäßige Stadterweiterung ist heute Kunstareal und Hochschulviertel. Wer hier Eigentum besitzt, verwaltet oft ein Haus der Wiederaufbaujahre in bester Lage.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Unter den Propyläen am Königsplatz liegen im Sommer Studenten auf dem Rasen, gegenüber öffnen Glyptothek und Pinakotheken ihre Türen. An der Ludwigstraße ragen die Doppeltürme der Ludwigskirche auf, in der Amalienstraße reiht sich ein Café an das nächste. Die Maxvorstadt ist Wissenschaftsviertel und Wohnort für gut 52.000 Menschen. Tagsüber halten sich hier ein Vielfaches davon auf. Diese Mischung prägt die Nachfrage und den Alltag in den Häusern.
Geplante Stadt für König und Wissenschaft
Zwischen 1805 und 1810 legte König Maximilian I. Joseph die Maxvorstadt als erste planmäßige Stadterweiterung Münchens an. Gebaut wurde vor allem nach 1825 unter Ludwig I., im klassizistischen Stil. Daraus entstanden Königsplatz, Ludwigstraße und das Kunstareal. Der Bezirk umfasst Viertel wie Universität, Josephsplatz, Augustenstraße, Marsfeld und Schönfeldvorstadt.
Die Maxvorstadt ist dicht erschlossen: Die U-Bahn-Linien U1, U2, U3 und U6 halten hier, dazu mehrere Tramlinien. Als Grünflächen dienen der Alte Nördliche Friedhof und der Alte Botanische Garten.
Zwei Drittel der Wohnungen in der Maxvorstadt entstanden nach 1948.
Mehr Wiederaufbau als man denkt
Der klassizistische Süden fällt ins Auge. Das nördliche Gründerzeitviertel wurde im Zweiten Weltkrieg jedoch weitgehend zerstört und rasch wiederaufgebaut. Zwei Drittel der Wohnungen im Bezirk entstanden nach 1948. Typisch sind daher Wohnhäuser der 1950er und 1960er Jahre mit kompakten Grundrissen, dazwischen erhaltene Altbauten. Viele Häuser sind in Eigentumswohnungen aufgeteilt, oft mit Kapitalanlegern und kleinen Einheiten. Die Nähe zu Universitäten und Hochschulen hält die Nachfrage nach Wohnraum konstant hoch. Mit über 100.000 Studenten ist die Maxvorstadt das akademische Zentrum der Stadt.
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Wiederaufbau-Häuser im zweiten Lebenszyklus
Viele Gebäude der Wiederaufbauzeit erreichen jetzt das Alter, in dem Grundlegendes ansteht. Fassaden ohne Dämmung, einfach verglaste Treppenhausfenster, Balkone mit Betonschäden und Elektrik aus der Bauzeit sind typische Befunde. In Häusern mit vielen kleinen Wohnungen und häufigen Mieterwechseln ist zudem eine verlässliche Abstimmung zwischen Gemeinschaft und Sondereigentum wichtig.
Eine Erhaltungsplanung über zehn oder fünfzehn Jahre hilft, Maßnahmen zu bündeln und die richtige Reihenfolge zu finden. Wer Fassade, Fenster und Balkone in einem Zug angeht, spart Gerüst- und Planungskosten und kann die Rücklage gezielt aufbauen.
