Hausverwaltung München-Ludwigsvorstadt-IsarvorstadtStadtbezirk 2 · Landeshauptstadt München
Zwischen Glockenbach und Theresienwiese: Gründerzeit im Wandel
Hauptbahnhof, Klinikviertel, Gärtnerplatz: Der zweite Stadtbezirk vereint sehr unterschiedliche Quartiere. Gemeinsam ist ihnen ein dichter Altbaubestand.
LIKKA Magazin · Wohnen und Eigentum vor OrtLesezeit 2 Minuten

Am Gärtnerplatz treffen sich abends die Nachbarn vor dem Staatstheater, ein paar Straßen weiter fließt der Westermühlbach als letzter oberirdischer Stadtbach durchs Glockenbachviertel. Im Norden rauschen die Züge in den Hauptbahnhof, im Westen liegt die Theresienwiese, die einmal im Jahr zur Wiesn wird. Mehr als 50.000 Menschen wohnen in Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, auf engem Raum. Die Häuser stammen überwiegend aus der Gründerzeit und wurden über Generationen gepflegt, umgebaut und aufgeteilt.
Viele Viertel, ein Bezirk
Der Stadtbezirk entstand 1992 aus der Ludwigsvorstadt und drei Bezirken der Isarvorstadt. Dazu gehören das international geprägte Bahnhofsviertel, das Klinikviertel mit den Innenstadtkliniken der Universität, das Wiesenviertel sowie Schlachthof-, Dreimühlen-, Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel. Das Deutsche Museum liegt auf der Museumsinsel, das Staatstheater am Gärtnerplatz spielt seit 1865. Stachus, Sendlinger Tor und Isartor sind Knoten für S-Bahn, U-Bahn und Tram.
Grün findet sich im Alten Südlichen Friedhof, der unter Denkmal- und Naturschutz steht, und entlang der Isar. Das Glockenbachviertel ist seit Jahrzehnten ein Zentrum der queeren Szene Münchens.
In Häusern, die über 120 Jahre alt sind, summieren sich die Themen.
Altbau, so weit das Auge reicht
Gründerzeitliche Blockbebauung prägt den Bezirk. An der Hans-Sachs-Straße entstanden um 1900 neobarocke Häuser für eine gehobene Klientel. In der Isarvorstadt gab es im Zweiten Weltkrieg schwere Zerstörungen, deshalb stehen dort auch Nachkriegsbauten zwischen den Altbauten. Neuere Umnutzungen wie The Seven zeigen, dass sich der Bezirk weiter verändert. Die meisten Häuser sind in Wohnungseigentum aufgeteilt, viele mit Läden, Cafés oder Praxen im Erdgeschoss. Die Nachfrage hält, weil Innenstadt, Isar und Kliniken zu Fuß erreichbar sind. Gewerbe im Erdgeschoss bringt Leben ins Haus und eigene Fragen zur Kostenverteilung.
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Wenn alte Häuser neue Technik brauchen
In Häusern, die über 120 Jahre alt sind, summieren sich die Themen: Steigleitungen aus verschiedenen Jahrzehnten, Dachstühle, die nach Sturm oder Schneelast geprüft werden müssen, Holzbalkendecken und feuchte Keller. Dazu kommen Gasetagenheizungen, deren Ersatz das Gebäudeenergiegesetz neu regelt. Für eine Gemeinschaft ist die Frage zentral, ob eine zentrale Heizung oder ein Anschluss an Fernwärme machbar ist.
Solche Projekte brauchen Vorlauf. Wir klären zuerst, was technisch möglich ist, rechnen die Varianten durch und sagen dann klar, welche wir empfehlen.
